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Inzucht, was ist Inzucht, was versteht man unter Inzucht?

 

Inzucht kann einerseits bewusst z.B. in Form von Linienzucht eingesetzt werden, Inzucht bzw. deren Konsequenzen ergeben sich aber auch unbewusst und/oder unbeabsichtigt im Zusammenhang mit anderen Zuchtmethoden bzw. Populationscharakteristika. So kommt es z.B. durch jede Form von Selektion zu einem Inzuchtanstieg, und vor allem in kleinen Zuchtpopulationen kommt es durch die so genannte "genetische Drift" ebenfalls zu einem Anstieg des Inzuchtniveaus. Und hier ist es vor allem der übermäßige Zuchteinsatz einzelner Vatertiere, durch den das Inzuchtniveau ganz schnell in die Höhe gehen kann.
Wir als Züchter lehnen Inzucht und Inzeszucht sowie Linienzuchten ab.
Nur wenn wir völlig sicher sind das bis zurück in die Zehnte Generation keine Verwandtschaft vorliegt, kommt es zum Deckakt.


Wer die FCI-Rassen eingehender betrachtet, merkt bald, dass es kaum feste Regeln gibt: Einige Rassen unterscheiden sich zum Beispiel durch die Farben der Fleckung (einige französische Laufhunde), andere durch die Größe (wie zum Beispiel die Pinscher). Bei den Spitzen oder Pudeln ist es egal, wie groß sie sind und welche Farben sie haben, es gibt nur eine Rasse Spitz und eine Rasse Pudel. Der Belgische Schäferhund wird als eine Rasse in unterschiedlichen Schlägen gezüchtet, die unterschiedliche Namen haben, sein Bruder, der Hollandse Herdershond ebenso, nur haben diese Schläge keine besonderen Namen. Rassen, die von anderen Züchterverbänden, als den der FCI angehörenden, gezüchtet werden, können sich von jenen der FCI unterscheiden, jedoch den gleichen Namen führen.


Bei Nachkommen aus Kreuzungen verschiedener Rassen und Hunden ohne Ahnentafel spricht man von einem Mischlingshund, Bastard oder einer Promenadenmischung. Werden zwei Rassen gezielt gekreuzt, spricht man seit einiger Zeit auch von Designer- oder Hybridhunden.


Nachkommen aus Kreuzungen mit anderen Arten aus der Familie der Hunde (Canidae) sind keine Haushunde (Canis lupus familiaris), abgesehen von Wolfseinkreuzungen wie Tschechoslowakischer Wolfhund, Saarloos-Wolfhund und Lupo Italiano. Direkte Kreuzungen, also die F1-Generation, unterscheiden sich insbesondere in ihrem Verhalten erheblich von Haushunden, was durch zahlreiche Studien (zum Beispiel von Erik Zimen) belegt wurde. Unsachgemäße Haltung solcher Tiere stellt eine erhebliche Gefahr dar.

 

Die meisten Züchter wollen (oder müssen) auf Ausstellungen mit Hunden glänzen, die nicht nur den Rasse-Standard einhalten, sondern im Vergleich zu in der gleichen Klasse mitausgestellten Konkurrenten auch als noch typischer auffallen. Dabei genügt es den Züchtern nicht, einen zur Hündin passenden Rüden zu finden, der bei ihr vorhandene Fehler ausgleicht. Dies würde bedeuten, daß die Rasse in ihrem Bild stagniert. Züchter unterscheiden sich jedoch eben dadurch von Hundevermehrern, daß sie auf die Weiterentwicklung der Rasse Einfluß nehmen möchten. Um nun persönlich im eigenen Züchterleben den Erfolg verbuchen zu können, die Rasse ein Stück höher gezüchtet zu haben, greift man auf die Möglichkeiten zurück, die die Inzucht bietet. Durch sie wird erreicht, daß gewünschte Merkmale sich verstärken. Unbeabsichtigt mitverstärkt werden Anlagen zu Erbkrankheiten. Rassehunde werden überzüchtet.
Inzucht bedeutet, daß miteinander nah verwandte Tiere Nachkommen zeugen. Zwei Arten von Inzucht werden unterschieden:

  • Als Inzest bezeichnet man die Paarung unmittelbar miteinander verwandter Tiere (Geschwister-, Vater-Tochter- oder Mutter-Sohn-Kombinationen). Inzest - die Extremform der Inzucht - wird nur noch in seltenen Fällen von Vereinen erlaubt, ist aber bei unkontrollierten Massenzuchten und Promenadenmischungen (Dorfhunden) nicht auszuschließen.
  • Als Linienzucht bezeichnet man das noch immer verbreitete züchterische Vorgehen, nah verwandte Tiere zu paaren, deren gemeinsame Vorfahren besondere Schönheitsmerkmale aufwiesen. Letztere treten bei den Nachkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder auf.

Eine Fremdpaarung ist dagegen eine Paarung mit einem Partner ohne Überschneidung in der Ahnentafel. Auch hier kann eine entfernte Verwandtschaft nicht ausgeschlossen werden, stammen doch die meisten eingetragenen Rassehunde von sehr wenig Stammtieren ihrer Rasse ab. Wird eine einzelne Fremdpaarung nach langjähriger Linienzucht eingeschaltet, kann sie die genetische Verarmung nicht vollständig kompensieren, besonders dann nicht, wenn mit den Nachkommen gleich wieder Linienzucht betrieben wird.
Hybridhunde sind Hunde mit ähnlich großen Eltern aus zwei unterschiedlichen Rassen. Solche werden in verschiedenen Ländern bereits erfolgreich planmäßig gezüchtet. Bei ihnen ergänzt sich das jeweils reduzierte Erbgut recht weitreichend.

Was erwarten wir von einem guten Hundezucht-Verein ?

  • Limitierung der Verwendung nicht nur von Hündinnen sondern auch von Rüden in der Hundezucht
  • Verbot von Inzucht.- Inzest- und Linienzucht
  • Verbot der Verwendung von Zuchttieren, die nicht absolut frei sind von nachweisbaren Erbkrankheiten wie z. B. HD ,ED, PL, PRA und Katarakt sowie Gentest auf PRA
  • Verbot der Verwendung von Zuchttieren, die erblich kranke (z. B. HD-kranke) Nachkommen zeugten , man sollte wieder die sogenannte Nachzuchtbeurteilung einführen
  • Förderung der Verwendung von leistungsstarken Tieren, da diese meist auch genetisch gesund sind
  • Rassehunde in besonderen Showlinien sind kritisch zu betrachten, da diese mehr auf Schönheit gezüchtet wurden als auf Gesundheit und Wesen. Es sollte mehr darauf geachtet werden!