Hauptmenü

Aktuelle Welpen
Aufzucht
Welpengallery

Rasseinfo

 

 

 

Meine Hunde
Unvergessen
Gallery

 

FAQ

Austellung
Pokalsammlung
Bilder

Fütterung & Gesundheit
Homöopathie
Ohrenpflege

Rund um den Hund
Rezepte
Sozialisierung

 

Billigwelpen

Quelle/Copyright: http://www.frankenstein-bulldogs.de

Ich habe lange überlegt, ob ich dazu etwas schreiben soll, es hat ja immer einen etwas faden Beigeschmack und erweckt vielleicht den Eindruck, man möchte nur selbst nicht auf den Welpen sitzen bleiben oder auf diese Art und Weise irgendwie die Preise seriöser Zuchtwelpen rechtfertigen. Ich kann versichern, wir hatten noch nie ein Problem unsere Welpen an gute Plätze zu verkaufen. Ganz im Gegenteil, meist sind unsere Welpen schon reserviert, bevor sie geboren wurden.

Es ist mir ein Bedürfniss mich zu den so genannten Billigwelpen zu äußern, da sich der gesamte Hundemarkt zu einer mehr als bedenklichen Szene entwickelt.

Für Laien oftmals nicht oder nur schwer erkennbar sind unseriöse Züchter, welche die Welpen zu unmöglichen Preisen verschleudern.

Der Anzeigenmarkt ist überflutet mit Welpen für 300- 500.- Euro

 

Wie kann das sein?

Nun irgendwo wurde gespart, das steht fest. Meist an den Zuchttieren. Keine Untersuchungen vor der Zucht, kein gutes Futter, keine Entwurmung, keine Sozialisierung, Zwingerhaltung, Belegung bei jeder Läufigkeit, keine gute tierärztliche Versorgung, manchmal leben Zuchthündinnen unter derart schlimmen Verhältnissen und dies nicht nur außerhalb von Deutschland, das einem die Tränen kommen, wenn man sieht was diese Tiere durchmachen müssen. Meist keine Ahnentafel oder Papiere, sodass man nicht mal mit Sicherheit sagen kann ob es sich tatsächlich um die Rasse handelt, die man meint zu erstehen. Welpen sind oftmals nicht ausreichend geimpft, wurden schlecht gefüttert und sind ihren Züchtern selbst nichts wert. Ihnen ist völlig egal was mit einem Welpen nach dem Verkauf passiert. Manche liefern "frei Haus" und betreiben Deutschland weit, ein lukratives Geschäft mit der Ware Hund. Hunde zu Discountpreisen, werden in Massen produziert und billig verkauft, auf Kosten der bedauernswerten Hundemamas, welche einen Wurf nach dem anderen haben, solange bis sie sterben. Hier spreche ich nicht nur von Hunden aus dem Ausland. Es sind ebenso diese Billigwelpen aus den "liebevollen Zuchtstätten" innerhalb unseres Landes! Diese Blender die vorgeben seriös zu sein und den Käufer täuschen. Am Preis alleine kann man schon sehen, dass es sich um einen nicht seriösen Züchter handel muss.

 

Es gibt jede Menge Menschen, denen das völlig egal ist. Sie wollen einen Hund einer besonderen Rasse und der soll einfach nur eines sein- billig. Dabei werden alle Umstände welche einen Billigwelpenkauf überhaupt erst möglich machen, gekonnt ausgeblendet. Es interessiert nicht. Fakt ist, dass gerade solche Hunde auch recht schnell wieder von ihren Käufern abgeschoben werden, wenn sie lästig werden. Sie haben ja nix gekostet und das Tier ist ihnen nichts wert. Genauso wenig wie dem Verkäufer. Es ist nachgewiesen, dass teure Hunde ein besseres Leben haben und mehr geliebt werden als billige Hunde und es ist nachgewiesen, dass teure Hunde besser versorgt werden. Und teure Hunde kommen nachweislich aus besseren Verhältnissen.

 

Die Argumente, bei einem Züchter kann ein Welpe auch krank werden sind sehr naiv. Ja, natürlich kann jeder Welpe und Hund krank werden, auch teure Welpen aus bester Zucht. Aber darum geht es gar nicht. Es geht darum wie die Eltern dieser Welpen leben müssen. Diese armen Hunde, die in irgendwelchen Dreckslöchern in ihren eigenen Fäkalien dahin vegetieren, nur damit jemand zu einem Billigwelpen kommt. Bei Lieferung "frei Haus" ist das so. Alle Alarmglocken sollten klingeln, wenn man ein derartiges Angebot liest in den einschlägigen Tieranzeigern.

Statussymbole, wie es gerade die Bulldoggen sind, werden zum Dumpingpreis gekauft, ohne Rücksicht auf das Schicksal der Zuchthündinnen, die tot oft besser dran wären. Die Nachfrage nach Billighunden ist groß, der Markt wird nur deswegen überflutet und ist für die Hunde ein einziger Leidensweg.

Jeder, der sich einen Billighund kauft ist schuld am Elend der Zuchttiere. Jeder der einen Billighund sucht fördert die Produktion von weiteren Welpen aus diesen Höllen, anders kann man diese "Zuchtstätten" nämlich meist nicht nennen.

Nun, wie kann ich als Welpenkäufer schon vorab erkennen, ob es sich um einen Hund aus seriöser Zucht oder um einen Welpen aus einer dieser Vermehrer Höllen handelt.

Das ist nicht sooo schwer!

 

1. Der Preis

Ein Welpe der unter 1000.- Euro kostet kann nicht aus einer guten Zucht stammen. Die Rechnung würde nie aufgehen. Um Zuchthunde das ganze Jahr über gut versorgen zu können braucht man Geld. Das Geld aus Welpenverkäufen läuft bei seriösen Züchtern ohnehin wieder in die Zucht. In die bestmögliche Versorgung der Zuchthunde. Ein Züchter der seine Welpen für 400.- Euro verschleudert kann dies nicht gewährleisten. Es interessiert ihn auch nicht. Er will Geld verdienen für seine eigene Bedürfnisse und nicht, um es in seine Hunde zu investieren. Für einen Hund aus guter Zucht, sollte man bereit sein 1.000 bis 1.500.- Euro zu bezahlen. Bei besonderen Rassen und Farben auch mehr. Welpen deren Preise weit darunter liegen , können nicht von einer seriösen Zuchtstätte stammen. Wenn man das nicht bezahlen kann oder will, dann sollte man sich um einen Nothund aus dem Tierheim umsehen. Zuwenig Geld für einen Rassehund zu haben, rechtfertigt nicht den Kauf eines Billigwelpen. Es rechfertigt nicht, dieses unsägliche Leid durch einen derartigen Kauf zu fördern.

Lieber einem armen Tier aus dem Teirheim ein neues Zuhause geben, als weiteres Elend zu fördern, wäre in solchen Fällen das einzig richtige.

 

2. Die Zuchtstätte

Wie leben die Zuchthunde? Ist die Mutter der Welpen vor Ort? Sehen die Hunde gesund aus? Sind sie gut ernährt? Sind sie sozialisiert und freundlich? Wie leben die Welpen? Im Haus oder im Zwinger oder irgendwo in einem Schuppen? Haben die Welpen und Zuchthunde Papiere, vor allem HD und ED Auswertungen, Untersuchungen und Zuchttauglichkeitsprüfungen? Gibt es Ahnentafeln? Gibt es zumindest ein Bild vom Vater des Wurfes? Werden die Hunde "frei Haus" geliefert oder nimmt sich der Züchter die Zeit für ein gutes Gespräch? Wird unter der Aufsicht und Kontrolle eines Vereines gezüchtet? Gibt es ein Zuchtbuch? Gibt es Impfpässe? Wie reagiert der Züchter auf Fragen zu den Zuchthunden? Auf Fragen zu den bisherigen Würfen seiner Zuchthündin? Hat er eine Sachkundeprüfung? Ist es eine Hobbyzucht? Und wenn ja welcher Art? Wurden einfach mal Hunde verpaart weil sie gerade das sind. Das nennt sich gerne "liebevolle Hobbyzucht" ist jedoch nichts weiter als Vermehrung von Hunden die nichtmal untersucht wurden, keine Ahnentafel und keine Papiere haben. Wurden sie vorab untersucht? Warum wurde der Wurf gemacht?

Und natürlich sind Papiere wichtig. Es ist der einzige Beweis, dass die Welpen auch der Rasse angehören, welche man glaubt zu kaufen. Der einzige Beweis, das bereits mit den Vorfahren gezüchtet wurde, dass sie dementsprechende Untersuchungen hatten und das die Vorfahren zuchttauglich waren. Papiere mögen für den Käufer, der nicht züchten möchte nicht von Wichtigkeit sein, sie sind aber wichtig um zu erfahren, ob der Welpe aus einer gesunden Verpaarung mit guten Vorfahren kommt. Hände weg von Welpen, dessen Eltern und Großeltern schon keine Pedigrees hatten, diese Hunde wurden niemals auf Erbkrankheiten untersucht. Genau weil sich der Züchter diese Vorsorge sparen wollte, züchtet er ja ohne Papiere und ihr Welpe ist nichts weiter als eine Vermehrerhund von verantwortungslosen Menschen, die sich gerne als Hobbyzüchter ausgeben und mit Hunden züchten, die ein seriöser Züchter wahrscheinlich abgab, weil sie nicht zuchttauglich sind.

 

Ehrliche und seriöse Hobbyzüchter, züchten mit Papieren und die Zuchthunde durchlaufen die gleichen Regularien wie bei einem gewerblichen Züchter auch.

Mal ehrlich, in seinem Innersten weiß auch der Laie, was den Unterschied zwischen Züchter und Verkäufer von Billigwelpen ausmacht. Das weiß man einfach! Jeder Mensch mit Liebe zu Tieren hat ein Gespür für gut und nicht gut. Deshalb tue ich mir sehr schwer, jemanden Glauben zu schenken, der behauptet er wäre "Opfer" eines Händlers von Billighunden geworden. Man wird kein Opfer, wenn man sich vorab informiert und bereits bei den Preisen sieht, dass es hier gewaltige Unterschiede gibt. Anstatt sich über das Angebot von 400.- Euro Welpen zu freuen, sollte man sich fragen "warum" nur 400.- Euro?! Wo ist der Hacken? Genau, es gibt hier einen Hacken. Einen gewaltigen! Nämlich dass man mit einem Kauf solcher Hunde Grausamkeit am Tier unterstützt. Punkt.

 

Es würde allen Hunden zu gute kommen, wenn es diese Überflutung mit Billighunden nicht gäbe. Erstens gäbe es nicht so viele Hunde die dann irgendwo landen, weil sie nicht mehr gewünscht sind, zweitens würden die seriös gezüchteten Hunde zu akzeptablen und höheren Preisen ein besseres Leben führen, da sie aufgrund ihres Preises eben auch gut versorgt und nicht abgeschoben werden und drittens würde die armen Hunde aus Tierheimen Plätze finden, wenn das Geld für einen Rassehund nicht reicht.

Warum also nicht umdenken und den Hunden zuliebe auf den Kauf eines Billigwelpen verzichten? Warum nicht lieber Abstriche machen und sich um einem und aus dem Tierheim einen liebevollen Platz zu schenken. Warum nicht lieber mehr Geld für einen Hund aus einer seriösen Zucht ausgeben? Erst wenn die Menschen bereit sind, sich derartige Gedanken vor dem Kauf eines Welpen zu machen, wird das Leid der Vermehrer und Billighunde gemindert und verhindert werden können.

 

Ein Umdenken muss jetzt stattfinden und nicht irgendwann!

Auch Mitleidskäufe fördern das Leid dieser Hunde und sind nicht zu rechtfertigen. Nach jedem Mitleidskauf rücken 3 Welpen nach.

Mein Mitleid für Käufer eines Billigwelpen der nach dann nach einigen Wochen starb, hält sich in Grenzen. Diese Schnäppchenjäger haben es nicht anders verdient. Ich habe nur Mitleid mit dem kleinen Hundebaby, dass sterben mußte um den Geiz der Käufer und die Gier der Händler zu befriedigen.

 

Links zu Billigwelpen:

www.myheimat.de/krumbach/politik/billigwelpen-krank-gequaelt-und-gestoert-d20706.html

www.webnews.de/348086/handel-billigwelpen-floriert-aufklaerung-tut-not

http://machoburlo123.beepworld.de/billigwelpen.htm

www.tasso.net/Tierschutz/Aktionen/Wuhltischwelpen

www.chihuahuas-kleinepfoten.de.tl/BILLIGWELPEN-f--ar-.htm

www.tierblog.de/2008/03/15/augen-auf-beim-welpenkauf-billigwelpen-aus-osteuropa

 

Wer mehr wissen möchte, einfach mal Billigwelpen googlen.

Das Internet ist voll mit Warnungen und Beiträgen zum Leid dieser Tiere. Und trotzdem werden sie gekauft. Die so genannten "Opfer" der Händlerhunde wissen komischer Weise immer von nichts. Ja, alles klar. Das Billigwelpen in den Tieranzeigern nicht in diesem erbärmlichen Zustand gezeigt werden ist ja wohl logisch. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Die Hunde in diesen Betrieben so leben müssen.

 

Billigwelpen
Billigwelpen
Billigwelpen

Mehr Bilder von Billigwelpen:

Quelle: http://www.pudelzucht.de.gg/

Ein Abteil in der Scheune, wo ganzjährig ohne weiteren Schutz die Hunde leben

Zwischen Kot und Urin, auf dreckigen zerfressenen alten Sofas oder eben auf dem blanken Betonboden

Die Welpen-Aufzuchtboxen

Noch mehr Welpenboxen